Ärzte & Therapeuten
in Österreich

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Was Ärzte selbst berichten: 


Interview:
Dr. Blaas über 20 Jahre Medizinalhanf-Erfahrung

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Nach meiner Arbeit als Suchttherapeut habe ich beschlossen, mich auf Hanftherapie zu spezialisieren. Ich habe sehr früh bemerkt, dass die Pflanze ein großes Potenzial hat, und habe viele positive Erfahrungen durch die intensive Betreuung von und mit PatientInnen gesammelt.

Mit welchen Vorurteilen wurden oder werden Sie regelmäßig konfrontiert?
Die häufigsten Kritikpunkte kamen aus der Kollegenschaft oder von Pharmazeuten und Apothekern. Die Angst vor Veränderungen ist groß. Auf jeden Fall habe ich ­genug Lehrgeld bezahlt!

Ist die Anwendung von Cannabinoiden vorteilhafter als herkömmliche Schulmedizin?
In meiner Praxis verschreibe ich am häufigsten THC, auch Dronabinol genannt. Auch viele Tumor- und Krebspatienten ­suchen Hilfe in der vielversprechenden Behandlung durch Cannabinoide. Zusätzlich bin ich ein großer Verfechter von Hanfblütentee, da dieser, bei der richtigen Zubereitung, viele wichtige Stoffe enthält.

Wie viele Menschen werden derzeit mit cannabishaltigen Medikamenten therapiert?
Schätzungen nach befinden sich derzeit österreichweit ca. 7.000 Menschen in Behandlung. Die Gruppe derer, die sich für eine Behandlung interessieren, schätze ich auf ca. 20.000 Personen ein. Die medizinische Beratung bei der Einnahme der Produkte sowie deren Qualitätskontrolle lassen derzeit leider noch zu wünschen übrig!

Quelle: looklive.at  - LIFESTYLE ' 15.04.2018
Text: Antonia Baumgartner


Dr. Franjo Grotenhermen

"Die Bandbreite der Krankheiten, die wir mit Cannabis behandeln, reicht buchstäblich von A bis Z, von Allergieneigungen und Angststörungen über ADHS und chronische Schmerzen bis zu Epilepsie, Migräne und Zwangsstörungen. Mein jüngster Patient ist 4 Jahre alt, meine älteste Patientin 85."  


Dr. Franjo Grotenhermen empfängt seine Patienten in einem unauffälligen Einfamilienhaus in Rüthen, am nördlichen Rand des Sauerlands. Seit mehr als 20 Jahren erforscht der Arzt die medizinische Wirkung von Cannabis und seiner Inhaltsstoffe. Schon 1997 gründete er die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM), drei Jahre später wurde daraus die IACM, die internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente.

Grotenhermen und seine Kollegen können Kranken auf zweierlei Weise helfen:
Sie verschreiben Medikamente aus Cannabis-Inhaltsstoffen wie Dronabinol oder Sativex. Oder sie unterstützen ihre Patienten, bei der Bundesopiumstelle am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BOS) eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Damit dürfen die Kranken in der Apotheke Canabis bestellen und sich selbst behandeln. Voraussetzung ist, dass alle anderen Möglichkeiten der Behandlung ausgeschöpft sind. Gerade mal rund 400 Menschen in Deutschland haben diese Genehmigung.

Einige seiner Bücher:

Cannabis gegen Krebs 
Der Stand der Wissenschaft und praktische Folgerungen für die Therapie


CBD: Ein Cannabinoid mit Potenzial


Cannabidiol (CBD)
Ein cannbishaltiges Compendium

Er selbst hat etwa 250 Patienten - und eine Wartezeit von fünf bis sechs Monaten für Neupatienten. Bundesweit sind es rund 8.000 Menschen, die ihre Leiden mit Cannabiswirkstoffen oder natürlichem Marihuana lindern.

Dr. Grotenhermen sagt: "Es könnten mehr sein,aber womöglich hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass alle Ärzte Cannabisprodukte verordnen dürfen. Im Rahmen eines sogenannten individuellen Heilversuchs ist es grundsätzlich erlaubt, wenn sich sowohl Arzt als auch Patient davon einen Nutzen versprechen." Vielleicht scheuen sich auch manche Kollegen noch, vermutet er. "Und das, obwohl wir seit Langem wissen, dass man bei Spastik, Schmerzen oder Krebs mit Cannabis OHNE Nebenwirkungen helfen kann, wo andere Medikamente nichts mehr ausrichten."

Siehe auch: https://dr-grotenhermen.de/

Quelle:
Auszug vom National Geographic
(Heft 8 / 2015, Seite n 36 bis 65)


NUR FÜR DEUTSCHLAND

Seit März 2017 ist in Deutschland Cannabis für medizinische Zwecke erlaubt. Schätzungsweise gibt es inzwischen rund 13.000 Cannabispatienten. Diese Patienten haben in Deutschland auf Rezept legal Zugang zu Cannabisblüten als Medikament. 

Wie wird Cannabis in DEUTSCHLAND verschrieben?

"Medizinisches Cannabis: Die wichtigsten Änderungen"
von Kirsten Müller-Vahl von Franjo Grotenhermen