CBD und Covid-19?

27.04.2020

CBD (Cannabidiol) steht als Mittel gegen SARS-CoV-2 bzw. Covid-19 Erkrankungen, im Fokus der Wissenschaft - es sind klinische Studien abzuwarten. Einige vielversprechende Ansätze:

AKTUELLE STUDIEN

KANADA: Universität Lethbridge (South Alberta) - 21.04.2020

In den letzten vier Jahren wurden viele Daten (auf menschlichen Gewebemodellen basierend) gesammelt und jetzt wird überlegt, inwieweit Cannabisextrakte gegen die Covid-19 Symptome nützlich eingesetzt werden könnten. 

MD-PhD Dr. Olga Kovalchuk (Faculty Biological Sciences Department) hatte die Idee, diese Daten erneut zu überprüfen und hat damit begonnen, spezielle Proteine ​​oder Rezeptoren zu untersuchen. Nun wurde herausgefunden, dass einer der Rezeptoren, bekannt als ACE2 (Angiotensin-konvertierendes Enzym-2) ein Schlüsselportal dafür ist, wie das COVID-19-Virus in den Körper gelangt. Der nächste Schritt besteht darin, eine klinische Studien durchzuführen! Die Forschung wurde in Zusammenarbeit mit der University of Lethbridge, Pathway RX Inc. und Swysh Inc. durchgeführt.

"In Search of Preventative Strategies: Novel Anti-Inflammatory High-CBD Cannabis Sativa Extracts Modulate ACE2 Expression in COVID-19 Gateway Tissues"

Conclusions: Based on our preliminary data, extracts of novel efficacious C. sativa lines, pending further investigations, may become a useful addition to the treatment of COVID-19, and an excellent GRAS (Generally Recognized as Safe) adjunct therapy. They may also be used to develop additional easy-to-use preventative strategies such as mouth wash and throat gargle products that may be tested for their potential to decrease viral entry via the oral cavity and may be used both in clinical practice and at-home treatment.


ACE2 (Angiotensin-konvertierendes Enzym-2)

Das virale Spike-Protein des neuen Coronavirus SARS-CoV-2, verwendet den gleichen zellulären Rezeptor (ACE2) wie SARS-CoV und nutzt für seine Aktivierung die zelluläre Protease TMPRSS2 (transmembrane protease serine subtype 2).

Abbildungen: SARS-CoV-2 bindet über sein Spike-Protein an den ACE2-Rezeptor auf menschlichen Zellen:

Quelle: biomol.com


Weitere Studien:

ISRAEL: Ichilov Hospital, in Tel Aviv - 20.04.2020

Dr. Barak Cohen, leitender Anästhesist, Leiter des Corona-Managements und Initiator der Forschung, betont: "Dies ist ein neuartiger Ansatz zur Behandlung einiger auftretender Symptome unter Verwendung einer Komponente der Cannabispflanze  die als sicher gilt.

Die Studie untersucht, ob der wichtige Wirkstoffe CBD oder  Cannabidiol - den Entzündungs-prozess verlangsamen kann, der mit der gesundheitlichen Verschlechterung schwer erkrankter Coronavirus-Patienten einhergeht, um die Symptome der Krankheit zu lindern. Es kommen CBD Pflanzenextrakte und das Medikament Epidiolex zum Einsatz. Diese Studie wird in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Stationen im Krankenhaus durchgeführt und wird voraussichtlich Dutzende von mäßig kranken Patienten betreffen. 

Quelle: jewishpress.com


DEUTSCHLAND: Hochschule Merseburg - 07.04.2020

Prof. Dr. phil. habil. Gundula Barsch arbeitet seit Mai 2017 an der Hochschule Merseburg, an einem Forschungsprojekt, das sich der gesundheitsorientierten Verwendung von Cannabis widmet. 

"Der neuartige Erreger Covid-19 kann durch seine hohe Infektiosität zu einer Gefahr für alle Menschen werden. Besorgniserregend ist zugleich, dass bisher kaum Behandlungsmöglichkeiten bekannt sind, mit denen Krankheitsverläufe zumindest gemildert und verkürzt, Heilungsprozesse unterstützt oder die Entwicklung schwerer Verläufe ausgebremst werden könnten. 

Auf der Suche nach geeigneten Heilmitteln, wird von Patienten auf eigene Initiative, auch die Verwendung von Cannabis mit einbezogen. Immerhin unterstreichen die schon bekannten medizinischen Wirkungen von Cannabis (u. a. entzündungshemmend, antibiotisch, entkrampfend, Erweiterung der Bronchien, beruhigend), dass ein Rückgriff auf Cannabis, speziell auf die vaporisierende Inhalation von Cannabisblüten durchaus eine Möglichkeit sein könnte, zu einer Linderung von Symptomen oder zu einer Abheilung der Erkrankung beizutragen."  

Quelle: survey.hs-merseburg.de


ÖSTERREICH: Wien -03.04.2020

Josef Penninger Scientific Director von IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie) in Wien, hat in den letzten Jahren die Funktion von ACE2 im Körper näher untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass ACE2 nicht nur von den Pneumozyten in den Lungen gebildet wird. Die Andockstellen für das Virus befinden sich auch in Blutgefäßen, im Darm und in den Nieren, was die schweren Krankheitsverläufe bei der SARS-Erkrankung mit erklären könnte. HrsACE2 sollte hier die starke Entzündungsreaktion hemmen, die an der Zerstörung des Lungengewebes beteiligt ist.

Quelle: imba.oeaw.ac.at


KANADA: Toronto, North York -29.03.2020

Dr. Mohan Cooray wünscht sich, dass man in klinischen Studien überprüft, ob Cannabis als geeignetes Medikament für Corona-Patienten eingesetzt werden könnte.
Cannalogue unterstützt Kanada im Kampf gegen das Coronavirus und hat einen Antrag auf Durchführung einer klinischen Studie mit medizinischem Cannabis gestellt, um die mögliche Prävention und / oder Behandlung von Coronavirus (COVID-19) zu untersuchen. 

Sie hoffen, dass die medizinischen Wirkstoffe aus der Cannabispflanze möglicherweise das Immunsystem stärken könnten, um die Schwere der Symptome des Coronavirus zu verringern.

Quelle: torontosun.com


KANADA: British Columbia, Vancouver - Anfang Februar 2020

Labor-Zellexperimente: "In frühen Stadien der Infektion, kann das hrs (human recombinant soluble) ACE2 den frühen Eintritt von SARS-CoV-2-Infektionen in Wirtszellen blockieren." 

Quelle: cell.com